Archiv der Kategorie: Diary

dear diary ;-)

Funkenburg goes Burg Sooneck
Zum Abschluss des Job-Tages in Mainz ein kurzer Besuch bei der Burg Sooneck. Sie hat in den letzten Wochen für Netzfurore gesorgt, weil sie als Domizil für einen „Burgenblogger“ dienen soll. Die Bewerbungsfrist ist inzwischen abgelaufen und es haben sich 743 Menschen als temporäre Burgdamen oder -herren beworben. Ich war einer davon und wollte die Burg einmal in Natura sehen. Leider kam ich für eine Besichtigung zu spät, habe aber beim Abschliessen der Burg den Urlaubsvertreter des Burgverwalters und seine Frau kennengelernt. Wenn alle Menschen im Mittelrheintal so freundlich sind, wird sich der Burgenblogger dort sehr wohl fühlen. 🙂
Burg Sooneck

zukünftiges Burgenbloggerheim

Dahlie aus Düsseldorf

Dahlie

Herbstblume

So was passiert, wenn die Frau schon morgens begeistert an Blumenstängeln herumschnippelt – dann nehme ich mir halt die Kamera und behandele die Düsseldorfer Beute auf meine Weise: Lumix mit Fischauge, dann vergessen – die Daten den ganzen Tag in der Kamera gereift und schließlich wieder eingefallen und am späten Abend gephotoshoppt 😉

Wattebausch und Sonnenuntergangsrot

16.9.2014
Kennt Ihr das Gefühl, wenn man morgens nicht so richtig wach wird?
14 Tage durchgearbeitet, kein Wochenende – also eigentlich kein Wunder, wenn sich ein fetter Wattebausch im Kopf befindet. Aber die Besprechung in der Agentur war nett – alles geklärt. Jetzt noch ein RWE-Termin in Emsdetten. …was mache ich da nur, wenig spektakuläres Motiv… irgendwie versuchen, es einigermaßen spannend umzusetzen… und wieder nette Leute, wieder und wider Erwarten – alles gut geklappt! Cool.
Manchmal fahre ich auf dem Rückweg bewusst nicht den schnellsten Weg, trödele übers Land, halte ab und zu an um ein paar Bilder zu machen oder in Ruhe eine zu rauchen. Heute aber wollte ich nach Hause. Schön ein Glas Bier mit Stella auf der Kaiserstraße trinken, das Wetter perfekt für die letzten Sonnenstrahlen im New Islands. Die Technik, die helfen soll, macht mir einen Strich durch die Rechnung. Stau auf der Autobahn, sagt das Navi. Landstraße, sagt es. Na gut…ich befolge den Rat (was ich nicht immer tue)
Schon mal über Münsterländer Landstraßen gefahren? Ich wurde zwischen Nord-, Ost- und Westerbauernschaften nach kurzer Zeit an den Rand eines Herzkaspers gebracht – ich muss ruhiger werden. Aber im Ernst – 70 – 100 – 50 – 70 – 50 – 70 – 100 – da wirst Du doch bekloppt. Besonders raffiniert: nach 5 Kilometern mit der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer steht ein Schild Ende 70 – das heißt, wow, endlich wieder mit 100 vorankommen! 500 Meter später ein Ortsschild, noch keine Wohnbebauung, das Ortsschild ein wenig zugewachsen – na super denkst Du, gehst in die Bremse – aber: Es ist schon zu spät, denn 30 Meter hinter dem Ortsschild steht der Blitzer – pfummp! Danke Münsterländer! Ist mir schon passiert, aber nicht vorgestern.
Da habe ich erst mal alles eingesammelt, was einen Autofahrer zur Weißglut bringen kann, alte Audis mit Hutrentnern drin, die bei erlaubten 70 und Überholverbot 3 Kilometer weit mit 45 vor dir her eiern, Trecker, die nicht schneller können,  Fahrschulen, die noch nichts gelernt haben und den Wagen an der Ampel drei mal hintereinander abwürgen.
Der Höhepunkt diesmal ereilte mich in einem Vorort von Münster. Eine Ampel, ein Dutzend Fahrzeuge vor mir, kurze Grünphase, sehr lange Rot. Bis das Grün sich durch die Iris und die angehängten Nervenleitungen der Münsteraner gekämpft hatte, weiterhin durch die Synapsen der grauen Masse im Kopf gesickert war und schließlich die Muskulatur zur Bedienung des Gaspedals erreicht hatte, hatte oft schon wieder die Farbe gewechselt. Mit jeder Grünphase ging es gar nicht und manchmal bis zu zwei Autolängen (wow) voran – Ihr könnt Euch ausrechnen, wie lange ich dort stand – und ich dampfte wie gesagt vorher schon – fluchte vor mich hin: Scheiß-Navi, wär ich mal auf der Autobahn geblieben – 5 Kilometer Stau – schlimmer wär´ das nimmer gewesen. Endlich vorn, zwei Autos vor mir, grün, der erste fährt – ja! Und der vor mir? Steht! Merkt es dann doch und gibt Gummi – ich: „Dummes Arschloch, aber das schaffe ich auch noch“ – wir: mitten auf der Kreuzung macht es Pfummmmp – Pfummmp – zwei mal, und ich hinten! Das Orange hatte wahrscheinlich schon die Farbe des Sonnenuntergangs ganz knapp oberhalb des Horizonts gehabt. „…….!*+#%§§§!! …..“ Ich weiß, ich muß ruhiger werden!
Mir fällt die Geschichte von letztens ein, als ein Bauer mich und meinen freilaufenden hündischen Begleiter erschießen wollte… habe ich denn nichts gelernt?
Der Rest der Strecke wurde nicht wirklich besser – Spurwechsel nach links bei rechts gesetztem Blinker zur Ausfahrt der Landstraße hin – der wollte mich mit Telefon am Ohr umbringen – ach – und so weiter….Zum Schluss hatte ich den Eindruck, dass Lünen auch noch zum Münsterland gehört.
Zu Hause erfuhr ich abends von meiner Liebsten, die gerade vom Yoga! kam, dass mich (fast) keine Schuld trifft: Sonnenstürme, die nicht nur unsere Atmosphäre, sondern auch unseren mentalen Zustand beeinflussen, hatten das System erschüttert….Tja, „Du musst ruhiger werden“, kam dann aber auch noch.
Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut, nachzusehen, was eine überfahrene rote Ampel kostet. Ich hoffe, ich darf weiter autofahren und ich verspreche, ruhiger zu werden!
Fazit für mich und Tipp für Euch:
Ohne Tarntechnik, Schutzschild und Bordbewaffnung im Münsterland nicht die Autobahn verlassen!
Das Bier im Kaiserviertel war übrigens trotzdem lecker und nach dem dritten davon war der Ärger auch fast verflogen – hübsche rote Sonne 😉
gelbrot

gelb, orange oder doch eher rot?

5.9.2014
Ein Tag ohne Kamera ist möglich, aber sinnlos! (freie Interpretation eines Zitats von Loriot, bei ihm ging es um Möpse)
Der Tag ging mit einem unserer kleinen Grashüpfer auf unserer Funkenburg los. Ich ermordete gerade ein paar Schildläuse auf dem Zitrusbaum, der auch das Zuhause einer ganzen Flipfamilie ist, da setzte sich der Kollege in Position. Er wartete brav, bis ich die Kamera geholt hatte und so machte er mir den Gruß-Flip für einen guten Tag 🙂
Flip

Flip

Fototermin Amprion: Eröffnung einer technischen Sonderausstellung zum Thema Energiewende und Erdverkabelung im Naturparkhaus am Schloss Raesfeld.
Amprion

Ausstellung Naturparkhaus Schloss Raesfeld

Bürgermeister

Bürgermeister von Raesfeld

Pressebild

Für die Presse

Nach der Ausstellung – Job beendet – entschied ich mich, das Schloss zu besuchen. Das Naturparkhaus ist nur ein paar Meter von der Schlossanlage entfernt. Nachdem ich mich an der Hochzeitsgesellschaft, die sich bei dem hervorragenden Wetter wohl nahezu geschlossen zu einem  Spaziergang im Grünen entschied, vorbeigedrängelt hatte, wurde ich von einer Herde junger Kühe begrüßt. Na ja – begrüßt ist vielleicht übertrieben, sie guckten mich nur mit dem Hintern an.
Hintern

Kühe noch von hinten

wurden danach aber ganz schnell neugierig – das Klicken der Kamera schien eine willkommene Abwechslung zu sein – lange genug den Popo in die Sonne gehalten, da müssen wir doch mal sehen, was der Kerl da macht…
und drehten sie sich nach und nach um
Hallo

Klick?

und kamen immer näher
?

?

und näher – sie drängelten sich förmlich nach mir (schon lange nicht mehr passiert mit so jungen Damen)
:-)

🙂

… was für friedliche nette Tierchen. Ich mag Euch – leider auch ab und zu auf dem Teller, aber immer seltener!
So – das Schloss – hatte ich über die Unterhaltung mit den attraktiven Jungkühen fast vergessen.
Eine tolle Anlage, aber ich stellte fest, dass ich fotografisch untermotorisiert unterwegs war – 17 mm reichten nicht. Also nochmal zum Wagen und das 14er aufgeschraubt. Und die Leiter über die Schulter gepackt. Mit einem Bild kam ich trotzdem nicht klar, der kleine Rundweg zwischen den Teichen ist einfach zu dicht am Schloss. Die Lösung: ein hochformatiges Handpanorama – passt – herzlich wunderschön 🙂
Schloss

Schloss Raesfeld, Kreis Borken

Ich trat den Rückweg über Land an, keine Autobahn, ich wollte mir Zeit lassen. Nach ein paar Kilometern sagte mir das Navi, dass ich mich in Dorsten meiner Facebook-Freundin Diana Einhaus und ihrer Imbiss-Station „Glückauf-Grill“, den sie seit 2010 betreibt. Den Artikel dazu solltet ihr lesen!
Es gab zwar bei Amprion leckere kleine Häppchen, aber satt war ich davon nicht geworden – hoffentlich ist Diana selber da. Überraschungsangriff! Seit über einem Jahr will ich ein Portrait von ihr machen – vielleicht klappt es ja heute! Und was Leckeres essen und trinken will ich natürlich – Pommes und…nee, ich musste an meine neuen Freundinnen ein paar Meter weiter denken – keine Currywurst – so lecker sie bei Diana auch schmeckt. Aber ein Pilsken dazu und schön an einen der Tische draußen setzen. Glück gehabt – Frau Einhaus ist da. Pech gehabt mit dem Bier, sagt sie, habe leider keine Schanklizenz für Alkohol… – Mist! Aber einen Milchkaffee kannst Du haben, sagt Sie und reicht mir einen Kaffeebecher mit Weihnachtsdesign. Glaubt mir, es war der leckerste Milchkaffee, den ich je zu Pommes mit Majo getrunken habe!
Diana hatte sogar ein wenig Zeit für mich, wir plauschten über ihre Berühmtheit durch TV-Auftritte und ich erwischte ihr typisches verschmitzes Lachen, durch das man sich im Glückauf-Grill so gut aufgehoben fühlt.
Diana

Diana Einhaus

Ich schloss einen kleinen Rundgang durch die Zechenkolonie an, in der sich Dianas Grill befindet – eine der schönsten Bergbausiedlungen, die ich kenne.
Zechenkolonie

Bergarbeitersiedlung Dorsten

Ob ich heute nochmal nach Hause komme? Wahrscheinlich spät. Der nächste Halt passierte fast automatisch – ein Blick im Vorbeifahren von der Brücke herunter auf die an der Stelle lebhaft fließende Lippe im späten Sonnenlicht – da kann man doch nicht einfach weiterfahren!
Lippe

Die Lippe

Hier kam ich richtig runter und wollte eigentlich gar nicht mehr weg, aber kurz vor Sonnenuntergang und mit gut gekühlten Füßen nach dem langen Tag verließ ich barfuß den Lippestrand unter der Brücke und fragte mich,
Ruhe

Abkühlung

warum die Menschen eigentlich immer so weit weg müssen, um die Welt kennenzulernen…ok – ich reise auch gerne, aber hier im Ruhrgebiet ist es nicht schlechter als anderswo und bestimmt viel besser als irgendwo. Wisset das!
Home

Reiherflug

Wie um den Tag rund zu machen – ich dankte gerade meinem Auftraggeber, dem Netzbetreiber Amprion für diesen schönen Tag – begegnete mir das Netz.
Netz

Massive Trasse

Massiv. Ich finde, der Wunsch nach Erdkabeln ist verständlich! Obwohl ich aus meiner visuellen Fotografenperspektive diese Hochspannungsmasten schon immer sehr attraktiv fand…
guter Tag! Guten Tag und ein schönes Wochenende.

Stella @ work

Stella

Filmstudio Glückauf

 Mit einer solchen Unterstützung kann der Job ja nur gut laufen 🙂
Für RWE fotografierten wir im Essener Filmstudio Glückauf ein paar Mitarbeiter – wenig Zeit, tolle Location, viel gute Laune.
Das Filmstudio ist wohl eines der schönsten alten Kinos im Ruhrgebiet. Ein Besuch lohnt sich allein für die Architektur und Inneneinrichtung des Kinos! Toll!
Projektor

alter Projektor

Hier ein Link zur Geschichte der Wiederbelebung des Filmstudios Glückauf, die erst durch bürgerschaftliches Engagement mit Spenden und Bürgschaften ermöglicht wurde:
Funkenburg
 Woher kommt der Name Funkenburg?
Ich lebe auf der Funkenburg – na ja an der Funkenburg, genau gesagt in der direkten Nähe der Straßenbahnhaltestelle Funkenburg, oben in der 4./5. Etage oberhalb – also auf der Funkenburg!
Hier fühle ich mich wohl, hier gehöre ich hin und hier entstehen viele meiner Bilder. Deshalb heißt dieser Blog auch Funkenburg.
Funkenburg

Meine eigene Haltestelle

Aber eigentlich wollte ich erzählen, woher der Name kommt. Dazu fand ich vor ein paar Jahren einen Text von Joachim Fischer im Netz:
„Straßenbahnhaltestelle Funkenburg:
Na, klar, kennen wir alle, aber warum haben geschichtsbewusste Leute damals bei der Umbenen­nung aller Straßenbahn­haltestellen auf Ortsnamen dafür gekämpft (und gewonnen!), dass dieser Name erhalten blieb? Fragen wir unsere Altvor­deren, dann erzählen sie uns von einem schönen alten Ausflugslokal dieses Namens, das dort stand, wo heute Coca Cola auch schon wie­der nicht mehr ist. Zwischen den beiden Weltkriegen gingen die Familien mit Verpflegung im Henkelmann oder im Rucksack vom Fredenbaum bis zum Kaiserhain oder sogar bis zur Hohensyburg (zu Fuß, junge Freunde!). In der „Funkenburg“ machte man Station. Zu einem dort gekauften Getränk durfte man das mitgebrachte Essen ,buttern‘. Gute alte Zeit! Heute erinnern noch alte Bäume im Innenhof zwischen Werder- und Klönnestraße daran. Und noch früher? Und woher der Name? Im 17. Jahrhundert verbreitete sich im Gefolge des 30-jährigen Krieges die Lepra über das Land, und die Stadt Dortmund baute außerhalb ihrer Mauern ein „Leprösenhaus“. Es stand dort, wo später das Ausflugslokal Gäste anzog. Aber der Name?! Gehen wir noch weiter zurück in die Geschichte unserer Stadt. Außerhalb der Stadtmauern gab es schon im sehr frühen Mittelalter Wachtürme, von denen aus Wächter sehr weit ins Umland schauen konnten. Im Falle einer Gefahr durch feindliche Angreifer zogen sie schwarze Metallkugeln hoch, die von den Stadtmauern aus gesehen wurden und Zeichen für die Bürger zur Verteidigung der Stadt waren. Diese Kugeln wurden in der Dunkelheit mit brennendem Material gefüllt und sprüh­ten Funken, die man in der Stadt gut sehen konnte. Aha, daher also der Name!“