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Provokation in Dortmund

Provokation und Vergeltung

Der Besuch war viel zu kurz! Seit Anfang 2020 hatten wir uns nicht mehr gesehen und ich war überglücklich, meine Tochter und die beiden Enkel endlich für drei Tage wieder zu sehen. Da stehen wir also am heutigen Abreisetag am Bahnhof in Dortmund. Plötzlich denke ich, ich kann meinen Augen nicht trauen.. und das nach zwei Operationen wegen des Grauen Stars. Aber Tochti bestätigte, dass das Riesenplakat vor dem Bahnhof, sichtbar eben auch vom Gleis aus, Werbung mit Spielern des 1. FC Bayern München zeigt. Ein fetter Schriftzug FC Bayern und ein hämisch lachender Müller mit einer Tuba ist da zu sehen…Was für eine PROVOKATION!
Nun, manchmal ist das Universum gütig und weise. Dann stillt es schneller, als man je erwartet hatte, die süßesten Rachegedanken. Am selben heutigen Tag zeigte mir der Münchener Tatort ein Bild, das mich innerlich bis über beide Ohren grinsen ließ: in einer der Anfangsszenen steht auf dem Schreibtisch bei der Kripo eine Kaffeetasse mit BVB-Aufdruck – es gibt doch noch Gerechtigkeit 🤣😉

Vergeltung in München
Eusébio
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll – dieser kleine Artikel liegt seit 10 Tagen bei mir in der Evernote-„Schublade“ und ist wie durch ein kleines Wunder sehr aktuell für mich geworden. Also erst mal der „Schubladen-Artikel“:
Beim Aufräumen wiedergefunden:

Ein furchtbares Portrait, frontal, überretuschiert mit weißen Reptilienaugen und grob ausgeschnitten vor einem zu bunten Hintergrund – noch dazu Farbverschiebungen, die wohl billigem Druck und ungenauen Maskierungen zuzuschreiben sind – wie habe ich diese grausigen Bilder geliebt…

Eusébio

Nummer 161

Fußball-Weltmeisterschaft 1966, Sammelbild Nummer 161, Eusébio da Silva Ferreira, nur Eusébio genannt. Ruhmreicher noch heute mit Recht gefeierter portugiesischer Stürmer.
Ich war damals 7 Jahre alt und sammelte wie alle anderen nicht nur Winnetou- sondern auch Fußballbilder. Es gab viele gute Spieler damals – wir suchten uns als Favoriten genau die aus, die wir nicht richtig aussprechen konnten:
Den „Péhle“ und den „Oisebíeo“! Warum gerade die beiden?
Sie waren sympathisch, sie waren anders und sie waren wie auch immer ausgesprochen die Größten. Ich glaube ich habe meine sehr lebendige Erinnerung an die beiden zum Teil der Tatsache zu verdanken, dass ich eben später erfuhr, wie falsch wir diese Helden der Kindheit betont hatten…
Leider ist das Bild von „Oisebíeo“ das Letzte, was mir aus der Sammlung geblieben ist….Einer aus der damaligen deutschen Mannschaft zählte übrigens auch zu den Lieblingen: der Siggi – da konnte man nichts falsch aussprechen – Siggi der Held, blond, ein kühner Blick und dazu dieser Name…. 🙂 Er engagiert sich heute noch für den BVB.
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So – das war die Schublade. Vorgestern las ich bei Facebook ein Posting vom BVB: Traditions-Abend zur Feier eines legendären Spieles vor 50 Jahren gegen Benfica Lissabon. Gast: Eusébio da Silva.
Ich konnte es gar nicht glauben – ist sowas Zufall? Gerade erst wiedergefunden, seit Jahren zum ersten mal wieder drüber nachgedacht und jetzt sollte ich die Chance haben, diesen Helden der Kindheit persönlich kennenzulernen!
Was soll ich sagen – ich nutzte die Gelegenheit!
Ich habe jetzt ein paar schöne aktuelle Fotos von Eusébio und ich besitze eine kleine hässliche Sammelkarte mit dem persönlichen Namens-Schriftzug von Eusébio da Silva Ferraira 🙂  Ja!
Siggi Held war übrigens auch da…