Archiv der Kategorie: Portfolio

5.9.2014
Ein Tag ohne Kamera ist möglich, aber sinnlos! (freie Interpretation eines Zitats von Loriot, bei ihm ging es um Möpse)
Der Tag ging mit einem unserer kleinen Grashüpfer auf unserer Funkenburg los. Ich ermordete gerade ein paar Schildläuse auf dem Zitrusbaum, der auch das Zuhause einer ganzen Flipfamilie ist, da setzte sich der Kollege in Position. Er wartete brav, bis ich die Kamera geholt hatte und so machte er mir den Gruß-Flip für einen guten Tag 🙂
Flip

Flip

Fototermin Amprion: Eröffnung einer technischen Sonderausstellung zum Thema Energiewende und Erdverkabelung im Naturparkhaus am Schloss Raesfeld.
Amprion

Ausstellung Naturparkhaus Schloss Raesfeld

Bürgermeister

Bürgermeister von Raesfeld

Pressebild

Für die Presse

Nach der Ausstellung – Job beendet – entschied ich mich, das Schloss zu besuchen. Das Naturparkhaus ist nur ein paar Meter von der Schlossanlage entfernt. Nachdem ich mich an der Hochzeitsgesellschaft, die sich bei dem hervorragenden Wetter wohl nahezu geschlossen zu einem  Spaziergang im Grünen entschied, vorbeigedrängelt hatte, wurde ich von einer Herde junger Kühe begrüßt. Na ja – begrüßt ist vielleicht übertrieben, sie guckten mich nur mit dem Hintern an.
Hintern

Kühe noch von hinten

wurden danach aber ganz schnell neugierig – das Klicken der Kamera schien eine willkommene Abwechslung zu sein – lange genug den Popo in die Sonne gehalten, da müssen wir doch mal sehen, was der Kerl da macht…
und drehten sie sich nach und nach um
Hallo

Klick?

und kamen immer näher
?

?

und näher – sie drängelten sich förmlich nach mir (schon lange nicht mehr passiert mit so jungen Damen)
:-)

🙂

… was für friedliche nette Tierchen. Ich mag Euch – leider auch ab und zu auf dem Teller, aber immer seltener!
So – das Schloss – hatte ich über die Unterhaltung mit den attraktiven Jungkühen fast vergessen.
Eine tolle Anlage, aber ich stellte fest, dass ich fotografisch untermotorisiert unterwegs war – 17 mm reichten nicht. Also nochmal zum Wagen und das 14er aufgeschraubt. Und die Leiter über die Schulter gepackt. Mit einem Bild kam ich trotzdem nicht klar, der kleine Rundweg zwischen den Teichen ist einfach zu dicht am Schloss. Die Lösung: ein hochformatiges Handpanorama – passt – herzlich wunderschön 🙂
Schloss

Schloss Raesfeld, Kreis Borken

Ich trat den Rückweg über Land an, keine Autobahn, ich wollte mir Zeit lassen. Nach ein paar Kilometern sagte mir das Navi, dass ich mich in Dorsten meiner Facebook-Freundin Diana Einhaus und ihrer Imbiss-Station „Glückauf-Grill“, den sie seit 2010 betreibt. Den Artikel dazu solltet ihr lesen!
Es gab zwar bei Amprion leckere kleine Häppchen, aber satt war ich davon nicht geworden – hoffentlich ist Diana selber da. Überraschungsangriff! Seit über einem Jahr will ich ein Portrait von ihr machen – vielleicht klappt es ja heute! Und was Leckeres essen und trinken will ich natürlich – Pommes und…nee, ich musste an meine neuen Freundinnen ein paar Meter weiter denken – keine Currywurst – so lecker sie bei Diana auch schmeckt. Aber ein Pilsken dazu und schön an einen der Tische draußen setzen. Glück gehabt – Frau Einhaus ist da. Pech gehabt mit dem Bier, sagt sie, habe leider keine Schanklizenz für Alkohol… – Mist! Aber einen Milchkaffee kannst Du haben, sagt Sie und reicht mir einen Kaffeebecher mit Weihnachtsdesign. Glaubt mir, es war der leckerste Milchkaffee, den ich je zu Pommes mit Majo getrunken habe!
Diana hatte sogar ein wenig Zeit für mich, wir plauschten über ihre Berühmtheit durch TV-Auftritte und ich erwischte ihr typisches verschmitzes Lachen, durch das man sich im Glückauf-Grill so gut aufgehoben fühlt.
Diana

Diana Einhaus

Ich schloss einen kleinen Rundgang durch die Zechenkolonie an, in der sich Dianas Grill befindet – eine der schönsten Bergbausiedlungen, die ich kenne.
Zechenkolonie

Bergarbeitersiedlung Dorsten

Ob ich heute nochmal nach Hause komme? Wahrscheinlich spät. Der nächste Halt passierte fast automatisch – ein Blick im Vorbeifahren von der Brücke herunter auf die an der Stelle lebhaft fließende Lippe im späten Sonnenlicht – da kann man doch nicht einfach weiterfahren!
Lippe

Die Lippe

Hier kam ich richtig runter und wollte eigentlich gar nicht mehr weg, aber kurz vor Sonnenuntergang und mit gut gekühlten Füßen nach dem langen Tag verließ ich barfuß den Lippestrand unter der Brücke und fragte mich,
Ruhe

Abkühlung

warum die Menschen eigentlich immer so weit weg müssen, um die Welt kennenzulernen…ok – ich reise auch gerne, aber hier im Ruhrgebiet ist es nicht schlechter als anderswo und bestimmt viel besser als irgendwo. Wisset das!
Home

Reiherflug

Wie um den Tag rund zu machen – ich dankte gerade meinem Auftraggeber, dem Netzbetreiber Amprion für diesen schönen Tag – begegnete mir das Netz.
Netz

Massive Trasse

Massiv. Ich finde, der Wunsch nach Erdkabeln ist verständlich! Obwohl ich aus meiner visuellen Fotografenperspektive diese Hochspannungsmasten schon immer sehr attraktiv fand…
guter Tag! Guten Tag und ein schönes Wochenende.

Stella @ work

Stella

Filmstudio Glückauf

 Mit einer solchen Unterstützung kann der Job ja nur gut laufen 🙂
Für RWE fotografierten wir im Essener Filmstudio Glückauf ein paar Mitarbeiter – wenig Zeit, tolle Location, viel gute Laune.
Das Filmstudio ist wohl eines der schönsten alten Kinos im Ruhrgebiet. Ein Besuch lohnt sich allein für die Architektur und Inneneinrichtung des Kinos! Toll!
Projektor

alter Projektor

Hier ein Link zur Geschichte der Wiederbelebung des Filmstudios Glückauf, die erst durch bürgerschaftliches Engagement mit Spenden und Bürgschaften ermöglicht wurde:

Westend Dortmund

Direkt hinter dem Westentor wird man durch „andere Bilder“ verführt und wenn man sich verführen lässt, mit Düften und Geschmacksrichtungen belohnt, die einen umhauen…

Westend Asien

Westend Asien

…erste Beute: Räucherstäbchen. Wie damals! 😉

schade, dass das Internet noch keine Düfte kann…

Rabenvogel

Rabenvogel

Lumix G1

2011, Bergen aan Zee, Balkon mit Meerblick. Fester Termin am späten Nachmittag: Brotreste für meine intelligenten und mutigen Freunde. Lumix G1 mit Standardzoom, 40mm. Das „kleine Equipment“ taugt zu mehr als viele denken. Habe für diese Aufnahme allerdings ca. 70-80 mal ausgelöst 😉

En Passant

En passant
Der Duden sagt: beiläufig, nebenbei, im Vorübergehen, am Rande, nebenher, wie zufällig.
Ich habe einen Foto-Job und die Ergebnisse meiner Arbeit müssen den Kunden befriedigen und ich bekomme Geld dafür.
Die Bilder eines Auftrages sind in keiner Weise zufällig – es gibt Vorgaben, Ziele und Einschränkungen. Ich muss mein Geld wert sein.
Das macht zwar meistens Spaß, ist aber oft auch Stress.
Die nebenher-Schüsse nach dem Job, teilweise auch während des Termins sind mir oft die Liebsten. Entspannt – ohne Druck – kein Ziel.
Heute hatte ich drei Auftragsbilder – außerdem entstanden zwei „En-Passants“.
Beide haben nebenbei mit Fliegen zu tun und wie zufällig sind beide irgendwie „panoramique“ geworden, en passant 😉
Herbstsport

Herbstsport am Lanstroper Ei

Abflug

Dortmund Airport – auf dem Weg zum Abflug