Archiv der Kategorie: Fotodorf

Städte und Regionen „lutzkampertgesichtet“

Wattebausch und Sonnenuntergangsrot

16.9.2014
Kennt Ihr das Gefühl, wenn man morgens nicht so richtig wach wird?
14 Tage durchgearbeitet, kein Wochenende – also eigentlich kein Wunder, wenn sich ein fetter Wattebausch im Kopf befindet. Aber die Besprechung in der Agentur war nett – alles geklärt. Jetzt noch ein RWE-Termin in Emsdetten. …was mache ich da nur, wenig spektakuläres Motiv… irgendwie versuchen, es einigermaßen spannend umzusetzen… und wieder nette Leute, wieder und wider Erwarten – alles gut geklappt! Cool.
Manchmal fahre ich auf dem Rückweg bewusst nicht den schnellsten Weg, trödele übers Land, halte ab und zu an um ein paar Bilder zu machen oder in Ruhe eine zu rauchen. Heute aber wollte ich nach Hause. Schön ein Glas Bier mit Stella auf der Kaiserstraße trinken, das Wetter perfekt für die letzten Sonnenstrahlen im New Islands. Die Technik, die helfen soll, macht mir einen Strich durch die Rechnung. Stau auf der Autobahn, sagt das Navi. Landstraße, sagt es. Na gut…ich befolge den Rat (was ich nicht immer tue)
Schon mal über Münsterländer Landstraßen gefahren? Ich wurde zwischen Nord-, Ost- und Westerbauernschaften nach kurzer Zeit an den Rand eines Herzkaspers gebracht – ich muss ruhiger werden. Aber im Ernst – 70 – 100 – 50 – 70 – 50 – 70 – 100 – da wirst Du doch bekloppt. Besonders raffiniert: nach 5 Kilometern mit der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer steht ein Schild Ende 70 – das heißt, wow, endlich wieder mit 100 vorankommen! 500 Meter später ein Ortsschild, noch keine Wohnbebauung, das Ortsschild ein wenig zugewachsen – na super denkst Du, gehst in die Bremse – aber: Es ist schon zu spät, denn 30 Meter hinter dem Ortsschild steht der Blitzer – pfummp! Danke Münsterländer! Ist mir schon passiert, aber nicht vorgestern.
Da habe ich erst mal alles eingesammelt, was einen Autofahrer zur Weißglut bringen kann, alte Audis mit Hutrentnern drin, die bei erlaubten 70 und Überholverbot 3 Kilometer weit mit 45 vor dir her eiern, Trecker, die nicht schneller können,  Fahrschulen, die noch nichts gelernt haben und den Wagen an der Ampel drei mal hintereinander abwürgen.
Der Höhepunkt diesmal ereilte mich in einem Vorort von Münster. Eine Ampel, ein Dutzend Fahrzeuge vor mir, kurze Grünphase, sehr lange Rot. Bis das Grün sich durch die Iris und die angehängten Nervenleitungen der Münsteraner gekämpft hatte, weiterhin durch die Synapsen der grauen Masse im Kopf gesickert war und schließlich die Muskulatur zur Bedienung des Gaspedals erreicht hatte, hatte oft schon wieder die Farbe gewechselt. Mit jeder Grünphase ging es gar nicht und manchmal bis zu zwei Autolängen (wow) voran – Ihr könnt Euch ausrechnen, wie lange ich dort stand – und ich dampfte wie gesagt vorher schon – fluchte vor mich hin: Scheiß-Navi, wär ich mal auf der Autobahn geblieben – 5 Kilometer Stau – schlimmer wär´ das nimmer gewesen. Endlich vorn, zwei Autos vor mir, grün, der erste fährt – ja! Und der vor mir? Steht! Merkt es dann doch und gibt Gummi – ich: „Dummes Arschloch, aber das schaffe ich auch noch“ – wir: mitten auf der Kreuzung macht es Pfummmmp – Pfummmp – zwei mal, und ich hinten! Das Orange hatte wahrscheinlich schon die Farbe des Sonnenuntergangs ganz knapp oberhalb des Horizonts gehabt. „…….!*+#%§§§!! …..“ Ich weiß, ich muß ruhiger werden!
Mir fällt die Geschichte von letztens ein, als ein Bauer mich und meinen freilaufenden hündischen Begleiter erschießen wollte… habe ich denn nichts gelernt?
Der Rest der Strecke wurde nicht wirklich besser – Spurwechsel nach links bei rechts gesetztem Blinker zur Ausfahrt der Landstraße hin – der wollte mich mit Telefon am Ohr umbringen – ach – und so weiter….Zum Schluss hatte ich den Eindruck, dass Lünen auch noch zum Münsterland gehört.
Zu Hause erfuhr ich abends von meiner Liebsten, die gerade vom Yoga! kam, dass mich (fast) keine Schuld trifft: Sonnenstürme, die nicht nur unsere Atmosphäre, sondern auch unseren mentalen Zustand beeinflussen, hatten das System erschüttert….Tja, „Du musst ruhiger werden“, kam dann aber auch noch.
Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut, nachzusehen, was eine überfahrene rote Ampel kostet. Ich hoffe, ich darf weiter autofahren und ich verspreche, ruhiger zu werden!
Fazit für mich und Tipp für Euch:
Ohne Tarntechnik, Schutzschild und Bordbewaffnung im Münsterland nicht die Autobahn verlassen!
Das Bier im Kaiserviertel war übrigens trotzdem lecker und nach dem dritten davon war der Ärger auch fast verflogen – hübsche rote Sonne 😉
gelbrot

gelb, orange oder doch eher rot?

Dortmund

Voting für ein Dortmunder Spitzenfoto mit echten Kerls und für einen gemeinsamen Umtrunk :-)

Ihr könnt bis zum 19.9. EINMAL PRO TAG für das Bild voten – andere sind schon seit dem 18.8. dabei. Es gibt viel aufzuholen! Der Hauptgewinn: 500,- Guthaben für den Lieblingskiosk – da machen wir mit allen Votern einen feinen Umtrunk im Bergmann Kiosk, wenn ich gewinne – das wird eine Sause 🙂

22.9.2014 Keine Sause – aber mit der Unterstützung vieler Freunde ein respektabler 6. Platz! Danke 🙂

 

Funkenburg
 Woher kommt der Name Funkenburg?
Ich lebe auf der Funkenburg – na ja an der Funkenburg, genau gesagt in der direkten Nähe der Straßenbahnhaltestelle Funkenburg, oben in der 4./5. Etage oberhalb – also auf der Funkenburg!
Hier fühle ich mich wohl, hier gehöre ich hin und hier entstehen viele meiner Bilder. Deshalb heißt dieser Blog auch Funkenburg.
Funkenburg

Meine eigene Haltestelle

Aber eigentlich wollte ich erzählen, woher der Name kommt. Dazu fand ich vor ein paar Jahren einen Text von Joachim Fischer im Netz:
„Straßenbahnhaltestelle Funkenburg:
Na, klar, kennen wir alle, aber warum haben geschichtsbewusste Leute damals bei der Umbenen­nung aller Straßenbahn­haltestellen auf Ortsnamen dafür gekämpft (und gewonnen!), dass dieser Name erhalten blieb? Fragen wir unsere Altvor­deren, dann erzählen sie uns von einem schönen alten Ausflugslokal dieses Namens, das dort stand, wo heute Coca Cola auch schon wie­der nicht mehr ist. Zwischen den beiden Weltkriegen gingen die Familien mit Verpflegung im Henkelmann oder im Rucksack vom Fredenbaum bis zum Kaiserhain oder sogar bis zur Hohensyburg (zu Fuß, junge Freunde!). In der „Funkenburg“ machte man Station. Zu einem dort gekauften Getränk durfte man das mitgebrachte Essen ,buttern‘. Gute alte Zeit! Heute erinnern noch alte Bäume im Innenhof zwischen Werder- und Klönnestraße daran. Und noch früher? Und woher der Name? Im 17. Jahrhundert verbreitete sich im Gefolge des 30-jährigen Krieges die Lepra über das Land, und die Stadt Dortmund baute außerhalb ihrer Mauern ein „Leprösenhaus“. Es stand dort, wo später das Ausflugslokal Gäste anzog. Aber der Name?! Gehen wir noch weiter zurück in die Geschichte unserer Stadt. Außerhalb der Stadtmauern gab es schon im sehr frühen Mittelalter Wachtürme, von denen aus Wächter sehr weit ins Umland schauen konnten. Im Falle einer Gefahr durch feindliche Angreifer zogen sie schwarze Metallkugeln hoch, die von den Stadtmauern aus gesehen wurden und Zeichen für die Bürger zur Verteidigung der Stadt waren. Diese Kugeln wurden in der Dunkelheit mit brennendem Material gefüllt und sprüh­ten Funken, die man in der Stadt gut sehen konnte. Aha, daher also der Name!“

Steinfresser

am alten Dortmunder Ostbahnhof ging es heute wieder richtig zur Sache – ich denke, jetzt wird es ganz schnell gehen, bis nichts mehr vom alten Soundgarden und der Druckerei übrig ist.

Dortmunder Ostbahnhof

Ostbahnhof

Dortmunder Ostbahnhof

Bremer Straße

Dortmunder Ostbahnhof

Bremer Straße, Durchblick zum Gelände Ostbahnhof

Bettwäsche lüften – ist das out?

nochmal schnell gelüftet – haben die Menschen das früher regelmässiger gemacht, oder täusche ich mich? – Man sah das öfter damals – ich bin mir sicher!….und das in Zeiten, in denen die Wäsche bei uns im Ruhrgebiet meist etwas grauer wieder ins Bett wanderte…Sie wurde übrigens gerade rechtzeitig wieder eingeräumt, der Himmel wurde plötzlich schwarz – (wegen eines Gewitters, nicht durch die Kokerei oder so 😉 )

Bettwäsche lüften out?

Pen E-PL3, FD 4/300mm

Westend Dortmund

Direkt hinter dem Westentor wird man durch „andere Bilder“ verführt und wenn man sich verführen lässt, mit Düften und Geschmacksrichtungen belohnt, die einen umhauen…

Westend Asien

Westend Asien

…erste Beute: Räucherstäbchen. Wie damals! 😉

schade, dass das Internet noch keine Düfte kann…

Letzte Lesung in der Kirche?

Der Dortmunder Blogger und Schriftsteller Sascha Bisley liest in der besetzten Kirche St. Albertus Magnus in Dortmund am 28.8.2014 – am nächsten Morgen wurde die Kirche (wegen eines Steinwurfes ein paar Tage vorher) von der Polizei geräumt…

Sascha Bisley

Sascha Bisley

Das Bild entstand mit meiner ersten Olympus, der Pen E-P2 bestückt mit dem wunderbaren Canon FD 2.0/35mm S.S.C. Ich liebe diese digital/analog-Kombinationen. Mit 3200 ISO, einer 1/40stel Sekunde und Blende 2.8 ist ein Ergebnis nach meinem Geschmack entstanden.