Archiv des Autors: lutzkampert
Die Spiegelung des alten Stadthauses in der 2002 neu errichteten Berswordthalle hat wahrscheinlich jeder Fotograf aus Dortmund und jeder Tourist schon mal belichtet.
Vor ein paar Tagen klebte ich mit meiner kleinen Olympus Pen E-PL2 , bewaffnet mit dem Canon FD 24 mm, und meiner rechten Arsch- und Gesichtswange direkt an der Glasfassade der Halle und entdeckte eine Perspektive, die ich so noch nicht gesehen hatte. Wie klein Auslöser für große Freude sein können… 🙂
Die Schärfe der 30 Jahre alten Objektive, leicht abgeblendet, ist grandios und der Akt des Fotografierens mit manueller Fokussierung ist ein Slow-Photo-mässiger digitanaloger Genuss.
Entlarvtes Panorama
Photoshop bestimmt bei der Berechnung eines Panoramas (man hat verschiedene Grundoptionen), wie die Einzelbider zusammengefügt werden. Meistens haut das auch ganz gut hin – manchmal aber auch nicht – wie bei diesem Bild. Feine Hochspannungsleitungen zum Beispiel scheinen ab und zu ein Problem zu sein – sie passten nicht nahtlos zusammen.
Da ich immer bemüht bin, mich mit meinem Computer und der Software gut zu stellen, beschloss ich:
Du sollst nicht umsonst gerechnet haben!
Und so rückte ich die einzelnen Ebenen, die die Photoshop erstellt hatte, einfach mal um ein paar Pixel auseinander…
Das Bild entstand vor ein paar Tagen auf der Halde Groppenbruch. Die kleine Bergsteigerei lohnt sich übrigens: Ausblick und Brachen-Vegetation sind erstaunlich!
#Panorama #Landschaft #Energie
Salzkuchen oder Funkenburger?
Vor ein paar Tagen entdeckte ich in der City beim Genuss der weltbesten Panhas-Pfanne in der Kneipe gegenüber ein Sonderangebot – genannt Thekenangebot – und nahm mir vor, dieses mittelfristig in Anspruch zu nehmen. Heute war es soweit. Brinkhoff’s No. 1 am Markt – ich komme. „Mo-Do von 17-21 Uhr Brinkhoffs No1 0,2 L € 1,10 – Salzkuchen € 1,50“. Siebzehn Uhr und fünf Minuten. An der Theke drängelten sich ca. 20 Senioren und mir wurde eines der letzten Plätzchen direkt gegenüber des Zapfmeisters angewiesen. „Dat Pilzken“ stand Sekunden später vor mir und zischte wie geplant. Die Zubereitungszeit von Salzkuchen (Dortmunder Spezialität, eigentlich Alter-Markt-Spezialität) schätze ich jetzt mal nicht so immens ein, (kringeliges in der Mitte gelöchertes, gesalzen- und gekümmeltes Brötchen horizontal in zwei Hälften zerschneiden, Mett und Zwiebelwürfelchen drauf, zuklappen, auf den Teller und fertig) aber der Salzkuchen kam nicht. Dafür stand das zweite Bier – ganz nach meinem Geschmack – ungeordert vor meiner Nase. Schlau. Der No1-Plan: reinlocken und abfüllen. Die Zeit wurde mir nicht lang: die junge Kellnerin interessierte sich für meine Kameras, der Rentner rechts neben mir, der um 17.10 Uhr den letzten Thekenplatz ergattert hatte, erzählte von seinen Urlauben in Ungarn am Plattensee, von seiner Schreinerpassion und den guten Zeiten, als es noch analoge Knipskisten gab. Währen des zweiten Bieres kam der aufgewärmte Salzkuchen – gegenüber gibt es Besseren – und nach dem dritten kleinen Bierchen zum 90ger-Jahre-Preis ging ich mit einem Grinsen zufrieden nach Hause. Fast dort angekommen, passte der angehende Sonnenuntergang an der Funkenburg sowohl zu meiner Stimmung, als auch zum Namen dieses Blogs.
Ich mag Salzkuchen und ich bin ein Funkenburger!

Kaffeepause während eines Jobs heute morgen in Dortmund. Der Baum leuchtet, weil er durch die Spiegelung der Sonne in der Glasfassade des Parkhotels angestrahlt wird. Unten rechts – na ja, das kennt doch jeder.
erster Eintrag des Fotografen
1 Antwort
Wenn der Job vorbei ist
muss ich raus – ich gehe los und weiß oft gar nicht, wohin es mich treibt.
Wenn ich wieder komme, bringe ich Stücke von der Welt da draußen mit, ein paar Schätze.
Es gibt keinen Plan, keine Suche. Die Dinge begegnen mir – und Wesen.
Manche schreien mich an, andere wispern mir im Vorbeigehen etwas zu.
Andere verstecken sich und wenn ich sie trotzdem bemerke, umkreise ich sie –
interessiere mich – manchmal unterhalten wir uns und immer
interessiere mich – manchmal unterhalten wir uns und immer
nehme ich eine hundertstel Sekunde von ihnen mit nach Hause.
Fotografieren – mein Weg.



